Zur Geschichte des Fördervereins

Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde den Verantwortlichen des Heiligtums „Unsere Liebe Frau von Lourdes“ immer klarer, dass die überalterten Herbergen für kranke und behinderte Pilger nicht mehr zumutbar waren. Eine Lösung musste gesucht und gefunden werden. Die Gebäude, zum großen Teil bereits weit über 100 Jahre alt, entsprachen bei weitem nicht mehr den medizinischen, hygienischen und humanen Erwartungen, Pflegekonzepten und Sicherheitsvorschriften. Staatliche Behörden drohten mit Aufnahmebeschränkungen oder gar Schließung der Einrichtungen.
Nach mehrjährigen Umfragen bei Ärzten, Krankenhelfern und den Betroffenen selbst, sowie nach Untersuchungen der Gebäude und der finanziellen Möglichkeiten wurde schließlich der Beschluss gefasst, sich nicht auf Renovierungen einzulassen, sondern völlig neue Häuser zu bauen.
Im Falle des in der Stadt gelegenen „Accueil St. Frai“ musste aus denkmalschützerischen Überlegungen die ursprüngliche Fassade erhalten werden, was sich als durchaus machbar erwies. >In den Jahren 1994 - 1997 entstanden dann die neuen Herbergen, „Accueil Notre-Dame“ (900 Betten), sowie „Accueil St. Frai“ (400 Betten). Sie sind weder Krankenhaus noch Hotel, sondern eben Herbergen, die es kranken und behinderten Pilgern möglich machen, auf ihre Art und nach ihren Möglichkeiten Ihre Walfahrt nach Lourdes und in Lourdes zu leben und zu erleben. Pro Jahr können hier bis zu 40.000 Wallfahrer eine würdige Unterbringung und medizinische Versorgung, sowie angemessene Pflege erfahren. Die Arbeitsbedingungen für die fast ausschließlich freiwillig tätigen Ärzte, Pflegerinnen/Pfleger und weiteres Hilfspersonal entsprechen den heutigen Standards. Eine enge Zusammenarbeit mit dem komplett ausgestatteten Städtischen Krankenhaus von Lourdes gewährleistet Hilfe auch bei Notfällen bzw. unvorhergesehenen Verschlimmerungen eines Krankheitszustandes.
So weit, so gut! Die Frage der Finanzierung war zunächst völlig ungeklärt. Immerhin drehte es sich um Summe in der Größenordnung von  55 Millionen €. Es wurde schließlich eine Art „Arbeits- bzw. Interessensgemeinschaft“ gegründet, deren Mitglieder das Heiligtum selbst, bzw. die Diözese Tarbes und Lourdes als Eigentümerin des Heiligtums, sowie die Stadt Lourdes und einige Banken waren. So etwas hatte es bisher nicht gegeben. Diese Zusammenarbeit ermöglichte - zum ersten Mal in der Geschichte von Lourdes - Zuschüsse von staatlichen und europäischen Stellen, sowie steuerliche Erleichterungen. Aber es blieb immer noch die große Aufgabe, die von den Banken gewährten Darlehen (plus Zinsen) zu tilgen. Und schließlich waren da ja noch die laufenden Kosten und die notwendigen Renovierungsarbeiten an den Kirchen, v.a. an der sog. „Rosenkranzbasilika“... Es wurden vielfältige Anstrengungen unternommen, die Pilger, die Pilgerorganisationen, die Diözesen und alle möglichen Einzelpersonen und Einrichtungen zu Spenden anzuregen.
In diesem Zusammenhang entstand die Idee, in Deutschland einen „Förderverein Lourdes e.V.“ zu gründen. Das Ziel sollte sein, in Deutschland ansässigen Spendern eine abzugsfähige Zuwendungsbescheinigung ausstellen zu können. Dadurch erhoffte man sich einen Anreiz für mögliche Spender. Der damalige Verantwortliche für die deutschsprachige Seelsorge in Lourdes, P. Wolfgang Boemer OMI, gründete schließlich am 6. Februar 1997 in Lourdes diesen Förderverein, zusammen mit einer Reihe von deutschen Pilgerorganisationen. Der Verein wurde beim Amtsgericht München registriert (Nr. VR 15769) und erhielt auch vom dortigen Finanzamt die notwendige Anerkennung. Bis zum Herbst 2001 konnten immerhin ca.  250.000 € dem Heiligtum überreicht werden. In der Zwischenzeit wurde auch die Unterstützung der Finanzierung der Restauration der o. g. Rosenkranzbasilika aufgenommen, und die Spenden werden je nach dem Wunsch des Spenders verwandt.
Die Herberge „Accueil Notre-Dame“ wurde in 14 Monaten erbaut. Die Finanzierung ist auf 14 Jahre geplant. Wir wollen mithelfen, dass dieses Ziel - und andere wichtige Aufgaben des Heiligtums - erreicht und durchgeführt werden können.
Machen sie mit! Kommen Sie an unsere Seite! Lassen Sie uns Ihre Spende zukommen! Als Einzelspende oder als Dauerauftrag in von Ihnen gewählter Höhe und Intervallen. Auch Bankeinzugsverfahren ist möglich.

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Kontaktadressen:

1. Vorsitzender
P. Uwe Barzen OMI
1, Av. Mgr Théas
F-65108 LOURDES-CEDEX
Tel.: 00 33 5 62 42 78 09
Fax : 00 33 5 62 42 79 38
E-mail: pilgerseelsorge@lourdes-france.com
 


 
Bankverbindung:
Förderverein Lourdes e.V.
Konto-Nr. 400 3833 033
Pax-Bank Mainz
BLZ 370 601 93